Baumbestattung im FriedWald®, RuheForst® oder Bestattungswald

24 Stunden erreichbar, auch an Sonn- und Feiertagen

Bei der Baumbestattung wird die Urne an den Wurzeln eines Baumes beigesetzt, meist in einem eigens ausgewiesenen Bestattungswald. Wir organisieren die Einäscherung und alles Weitere, bis die Urne im Wald Ihrer Wahl ankommt.

Was ist eine Baumbestattung?

Eine Baumbestattung ist eine Urnenbeisetzung an den Wurzeln eines Baumes in einem Bestattungswald (eigens dafür ausgewiesener Wald mit dem Status eines Friedhofs), etwa einem FriedWald® oder RuheForst®. Die S&B Schlichte Bestattung GmbH übernimmt dafür deutschlandweit Überführung, Formalitäten und Einäscherung. Eine Grabpflege entfällt. Je nach Grabart reicht die Ruhezeit von 15 bis zu 99 Jahren.

Mehrere Hände verschränkten sich zu einer warmen, unterstützenden Geste.

Wie läuft eine Baumbestattung ab?

Schritt 1:
Einäscherung. Überführung, Formalitäten und Einäscherung übernehmen wir wie bei jeder Feuerbestattung.

Schritt 2:
Wald und Grabart wählen. Sie entscheiden, in welchem Bestattungswald die Urne beigesetzt wird und welche Grabart es sein soll. Gibt es noch keinen ausgesuchten Baum, begleiten Försterinnen und Förster die Angehörigen in der Regel durch den Wald.

Schritt 3:
Grabstätte erwerben. Das Nutzungsrecht an der Grabstätte vergibt der Betreiber des Waldes. Es wird in einem Baumregister festgehalten, ähnlich wie im Grabregister eines Friedhofs.

Schritt 4:
Urne zum Wald bringen. Bestattungswälder schreiben in der Regel Urnen aus einem Material vor, das sich im Waldboden zersetzt. Die Urne wird zum Wald gebracht, sobald der Beisetzungstermin feststeht.

Schritt 5:
Beisetzung. Die Urne wird im Wurzelbereich des Baumes beigesetzt, meist im Beisein eines Försters oder einer Försterin. Angehörige können dabei sein, und an vielen Standorten gibt es einen Andachtsplatz für eine kurze Feier.

Was unterscheidet FriedWald®, RuheForst® und das Baumgrab auf dem Friedhof?

FriedWald® und RuheForst® sind die beiden größten Betreiber von Bestattungswäldern in Deutschland. Ihr Konzept ist ähnlich, im Detail gibt es aber Unterschiede. Der wichtigste betrifft die Grabstätte. Im RuheForst® kann das neben einem Baum auch ein Strauch, ein Findling oder ein Baumstumpf sein, im FriedWald® ist es immer ein Baum. Viele kommunale Friedhöfe bieten außerdem eigene Baumgräber an. Wer auf jeden Fall unter einem Baum ruhen möchte, kann jedes der drei Modelle wählen. Für eine Grabstätte an Stein oder Strauch ist der RuheForst® die passende Wahl.

Merkmal FriedWald® RuheForst® Baumgrab auf dem Friedhof
Grabstätte ausschließlich Bäume Bäume, Sträucher, Steine, Findlinge, Baumstümpfe (RuheBiotope) Baum auf dem Friedhofsgelände
Standorte in Deutschland rund 100 über 70 auf vielen kommunalen Friedhöfen
Ruhezeit 15 bis 30 Jahre oder 99 Jahre ab Eröffnung des Waldes, je nach Grabart Mindestruhezeit nach Standort, auf Wunsch Nutzungsrecht bis 99 Jahre nach Friedhofssatzung
Verwaltung zentral über die Betreibergesellschaft dezentral je Standort Friedhofsverwaltung der Gemeinde
Grabpflege keine keine je nach Friedhof

Welche Grabarten gibt es im Bestattungswald?

An einem Baum im FriedWald® können bis zu 20 Menschen beigesetzt werden. Die Grabarten unterscheiden sich vor allem darin, wer den Platz aussucht und wie lange die Ruhezeit läuft. Die Bezeichnungen sind beim FriedWald® einheitlich, beim RuheForst® können sie von Standort zu Standort abweichen.

  • Basisplatz: Einzelplatz an einem Gemeinschaftsbaum, den ein Förster zuweist. Ruhezeit je nach Standort 15 bis 30 Jahre, nur im akuten Sterbefall erhältlich.
  • Einzelplatz: Platz an einem Gemeinschaftsbaum, den Sie selbst auswählen. Ruhezeit ebenfalls 15 bis 30 Jahre.
  • Eigener Baum, auch Familien- oder Partnerbaum: ein Baum nur für die Familie oder einen Freundeskreis. Die Ruhezeit gilt bis zu 99 Jahre ab Eröffnung des Waldes, und der Baum lässt sich schon zu Lebzeiten erwerben.


Bestattungswälder am Mittelrhein und in ganz Deutschland

Wer in der Region um Andernach lebt, findet mit dem FriedWald Neuwied-Monrepos einen Bestattungswald auf der rechten Rheinseite. Familien aus dem Landkreis Mayen-Koblenz erreichen ihn ohne lange Anreise. Weil wir deutschlandweit tätig sind, kommt aber jeder Bestattungswald in Frage, auch einer nahe am Wohnort der Kinder oder am früheren Heimatort. Wer sich den Wald vorher ansehen möchte, kann die Waldführungen nutzen, die viele Standorte anbieten. Welche Wälder für Ihre Familie gut erreichbar sind, besprechen wir im Beratungsgespräch.

Was im Bestattungswald erlaubt ist und was nicht

Ein Bestattungswald bleibt Wald, deshalb gelten dort andere Regeln als auf einem Friedhof. Grabsteine, Grablichter und Bepflanzungen sind in der Regel nicht erlaubt. Die Grabstätte erkennt man meist nur an einem dezenten Namensschild am Baum. Einzelne Blumen oder kleine Sträuße ohne Kunststoff und Schleifen sind üblicherweise in Ordnung. Wer einen Ort zum Gestalten und Schmücken sucht, ist mit einem klassischen Urnengrab oder dem Urnenversand zum Wunschfriedhof.

Häufige Fragen zur Baumbestattung

  • Was kostet eine Baumbestattung?

    Die Kosten setzen sich aus unseren Leistungen rund um die Feuerbestattung und aus dem Preis für die Grabstätte im Wald zusammen. Den Preis für die Grabstätte legt der Betreiber fest. Er hängt vor allem von der Grabart ab, beim eigenen Baum auch von Baumart, Lage und Größe. Was bei uns anfällt, zeigt die Seite Preise.

  • Kann man sich den Baum schon zu Lebzeiten aussuchen?

    Ja, einen Einzelplatz oder einen eigenen Baum können Sie schon zu Lebzeiten auswählen und erwerben. Nur der Basisplatz wird ausschließlich im akuten Sterbefall vergeben, und den Platz weist dann der Förster zu. Wer vorsorgt, nimmt seinen Angehörigen damit eine Entscheidung ab und kann den Ort in Ruhe aussuchen.

  • Wie vereinbare ich ein Beratungsgespräch?

    Das Beratungsgespräch ist kostenlos. Montags bis freitags von 9:00 bis 16:00 Uhr erreichen Sie uns unter +49 2632 7382280, oder Sie buchen einen Termin über die Seite Kontakt. Bei einem akuten Sterbefall sind wir rund um die Uhr erreichbar, auch an Sonn- und Feiertagen.

  • Was passiert nach Ablauf der Ruhezeit?

    Nach Ablauf der Ruhezeit kann der Platz neu vergeben werden, so wie auf einem Friedhof. Beim eigenen Baum im FriedWald® läuft das Nutzungsrecht bis zu 99 Jahre ab Eröffnung des Waldes. Wer später beisetzt, hat deshalb eine kürzere Restlaufzeit. Fragen Sie beim Kauf nach, bis wann die Ruhezeit an Ihrem Baum genau gilt.

  • Ist eine Baumbestattung auch ohne Bestattungswald möglich?

    Ja, viele Friedhöfe bieten Baumgräber oder kleine Bestattungshaine auf dem eigenen Gelände an. Das ist oft näher am Wohnort, und es gilt die Satzung des Friedhofs. Wer einen Baum ganz für sich und an einem selbst gewählten Ort möchte, kann sich außerdem den Erinnerungsbaum Tree of Life®  ansehen.

Ob FriedWald®, RuheForst® oder Baumgrab auf dem Friedhof: Im kostenlosen Beratungsgespräch finden wir heraus, welcher Wald und welche Grabart zu Ihrer Familie passen.