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Tree of Life®, der Erinnerungsbaum aus der Asche

Aus der Asche wächst ein junger Baum heran, der später an einem Ort Ihrer Wahl gepflanzt werden kann. So entsteht ein lebendiger Erinnerungsort, etwa im eigenen Garten, den die Familie über Jahre begleiten kann.

Was ist eine Tree of Life®-Bestattung?

Bei einer Tree of Life®-Bestattung wird die Asche mit einer speziellen Erde gemischt, in die ein junger Baum gepflanzt wird. Der Baum nimmt die Asche über seine Wurzeln auf. Das geschieht in einer Baumschule im Ausland und dauert etwa sechs bis neun Monate. Danach erhält die Familie den Baum. Die S&B Schlichte Bestattung GmbH organisiert vorher die Einäscherung und die Überführung.

Mehrere Hände verschränkten sich zu einer warmen, unterstützenden Geste.

Wie entsteht der Erinnerungsbaum?

Schritt 1:
Einäscherung in Deutschland. Bis hierhin läuft alles wie bei einer
Feuerbestattung. Auf Wunsch kann vorher eine Trauerfeier stattfinden.

Schritt 2:
Überführung ins Ausland. Die verschlossene Urne wird zu einer Baumschule eines Vertragspartners gebracht, zum Beispiel in den Niederlanden, in der Schweiz oder in Tschechien.

Schritt 3:
Pflanzung. In der Baumschule wird die Aschekapsel in der Regel unter notarieller Aufsicht geöffnet. Die Asche wird mit einem Erdsubstrat gemischt, und der ausgewählte Setzling wird eingepflanzt.

Schritt 4:
Durchwurzelung. In den folgenden sechs bis neun Monaten wächst der Baum in der Baumschule und nimmt dabei die Asche über seine Wurzeln auf. Je nach Anbieter kann es auch bis zu zwölf Monate dauern.

Schritt 5:
Übergabe. Ist der Baum bereit zum Pflanzen, wird er nach Deutschland gebracht und an die Familie übergeben. Ob Sie ihn im Garten pflanzen oder an einem anderen Ort, entscheiden Sie.

Welche Bäume kommen als Erinnerungsbaum in Frage?

Als Erinnerungsbaum lassen sich Laubbäume, Nadelbäume, Zierbäume und bei manchen Anbietern auch Sträucher auswählen. Wichtig ist dabei, wohin der Baum später kommt, denn ein Baum, der heute in einen Topf passt, wird in einigen Jahrzehnten groß. Ein Ahorn oder eine Buche braucht deutlich mehr Platz als ein Zierapfel oder ein Strauch. Für einen Reihenhausgarten ist deshalb eine kleinere Art meist die bessere Wahl. Oft hilft auch die Frage, ob die verstorbene Person einen Lieblingsbaum hatte.

Warum der Baum im Ausland heranwächst

In den meisten Bundesländern gilt der Friedhofszwang. Eine Urne muss dort also auf einem Friedhof oder in einer zugelassenen Ruhestätte beigesetzt werden. Deshalb findet der eigentliche Bestattungsvorgang, das Einpflanzen mit der Asche, in einem Land ohne diese Pflicht statt. Nach Angaben der Anbieter darf der fertige Erinnerungsbaum danach an einem Ort Ihrer Wahl gepflanzt werden, zum Beispiel im eigenen Garten. In Rheinland-Pfalz gibt es seit Herbst 2025 außerdem eigene Möglichkeiten für den privaten Garten, wenn eine schriftliche Verfügung vorliegt.

Erinnerungsbaum oder Baumbestattung im Wald?

Beide Formen verbinden die Erinnerung mit einem Baum. Im Alltag unterscheiden sie sich aber deutlich. Beim Erinnerungsbaum bleibt der Ort bei der Familie, dafür übernimmt sie Pflege und Verantwortung. Im Bestattungswald kümmert sich der Betreiber, und die Beisetzung ist meist nach wenigen Wochen abgeschlossen. Wer täglich am Erinnerungsort sein möchte, wählt eher den Erinnerungsbaum. Wer einen festen, gesicherten Ort ohne Pflege sucht, ist mit der Baumbestattung besser beraten.

Merkmal Tree of Life® Baumbestattung im Bestattungswald
Ort frei wählbar, zum Beispiel der eigene Garten im ausgewiesenen Bestattungswald
Zeit bis zum Erinnerungsort etwa sechs bis neun Monate in der Regel wenige Wochen
Pflege durch die Familie keine
Bei Umzug oder Hausverkauf Baum bleibt zurück oder muss umgepflanzt werden Grabstätte bleibt bestehen
Gesicherte Ruhezeit keine, der Baum gehört der Familie 15 bis 99 Jahre, je nach Grabart

Häufige Fragen zu Tree of Life®

  • Was kostet eine Tree of Life®-Bestattung?

    Die Kosten setzen sich aus der Feuerbestattung, der Überführung ins Ausland und dem Verfahren in der Baumschule zusammen. Auch die gewählte Baumart spielt eine Rolle. Weil mehrere Partner beteiligt sind, stellen wir die Kosten für Sie zusammen. Was bei uns anfällt, zeigt die Seite Preise.

  • Kann die Familie bei der Pflanzung dabei sein?

    Das hängt vom Anbieter ab. Manche richten in der Baumschule eine Pflanzungszeremonie aus, an der die Angehörigen teilnehmen und die sie nach eigenen Wünschen gestalten können. Bei manchen Anbietern lässt sich der Baum während der Wachstumszeit nach Voranmeldung auch besuchen. Wenn Ihnen das wichtig ist, sagen Sie es uns früh.

  • Lässt sich der Erinnerungsbaum mit einem Erinnerungsdiamanten kombinieren?

    Ja, das ist möglich, weil für einen Erinnerungsdiamanten nur ein Teil der Asche gebraucht wird. Die Aschekapsel geht dann erst nach der Entnahme an die Baumschule. Viele Familien wählen diese Kombination, um bis zur Übergabe des Baumes ein Erinnerungsstück zu haben. Mehr dazu auf der Seite Diamantbestattung.

  • Was passiert mit dem Baum, wenn die Familie umzieht?

    Der Erinnerungsbaum gehört der Familie und ist an keine Ruhezeit gebunden. Junge Bäume lassen sich in den ersten Jahren meist noch umpflanzen, später wird es aufwendig. Wer nicht sicher ist, ob er dauerhaft am Ort bleibt, kann den Baum auch an einem anderen Ort pflanzen, etwa auf dem Grundstück von Angehörigen.

  • Wer kümmert sich um den Baum nach der Übergabe?

    Nach der Übergabe pflegt die Familie den Baum wie jede andere Pflanze im Garten. Vor allem im ersten Jahr braucht er regelmäßig Wasser, bis die Wurzeln im neuen Boden angewachsen sind. Fragen Sie bei der Baumschule nach, welcher Standort und welche Pflege für Ihre Baumart passen.

Ein Erinnerungsbaum braucht etwas Planung, von der Baumart bis zum späteren Standort. Im kostenlosen Beratungsgespräch gehen wir die Schritte gemeinsam durch.