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Diamantbestattung, ein Erinnerungsdiamant aus der Asche

Aus einem Teil der Asche entsteht ein Erinnerungsdiamant, den Sie als Schmuckstück tragen oder zu Hause aufbewahren können. Die übrige Asche wird in einer Urne beigesetzt, in der Form, die Sie dafür wählen.

Was ist eine Diamantbestattung?

Bei einer Diamantbestattung wird aus einem Teil der Asche im Labor ein synthetischer Diamant hergestellt, der Erinnerungsdiamant. Je nach Größe dauert das einige Wochen bis mehrere Monate. Die restliche Asche wird beigesetzt. Die S&B Schlichte Bestattung GmbH organisiert deutschlandweit Einäscherung, Formalitäten und die Weitergabe der Asche an den Hersteller.

Mehrere Hände verschränkten sich zu einer warmen, unterstützenden Geste.

Wie wird aus Asche ein Diamant?

Schritt 1:
Einäscherung. Am Anfang steht eine Feuerbestattung mit Überführung, Formalitäten und Einäscherung im Krematorium.

Schritt 2:
Entnahme eines Teils der Asche. Für den Diamanten wird nur ein Teil der Asche gebraucht, je nach Hersteller etwa 100 bis 500 Gramm. Bei einer Einäscherung entstehen bis zu vier Kilogramm Asche, der Rest bleibt also für die Urnenbeisetzung.

Schritt 3:
Herstellung im Labor. Der Hersteller gewinnt den Kohlenstoff aus der Asche und bereitet ihn zu Grafit auf. Unter sehr hohem Druck und Temperaturen von über 1.400 °C wächst daraus ein Diamant.

Schritt 4:
Schliff und Fassung. Der Rohdiamant wird geschliffen oder poliert. Auf Wunsch wird er in ein Schmuckstück gefasst, zum Beispiel einen Ring oder einen Anhänger.

Schritt 5:
Übergabe. Der fertige Erinnerungsdiamant wird der Familie übergeben. Von der Einäscherung bis zur Übergabe vergehen je nach Hersteller und Größe einige Wochen bis etwa ein Jahr.

Asche oder Haare als Ausgangsmaterial

Ein Erinnerungsdiamant lässt sich aus Asche herstellen, bei vielen Herstellern auch aus Haaren. Haare sind interessant, wenn eine Feuerbestattung nicht gewünscht ist oder wenn die Familie den Diamanten zusätzlich zu einer anderen Beisetzung möchte. Wichtig ist, dass die Haare vor der Einäscherung gesichert werden. Wenn Sie über diese Möglichkeit nachdenken, sprechen Sie uns darauf bitte früh an.

Merkmal Asche Haare
Benötigte Menge je nach Hersteller etwa 100 bis 500 Gramm etwa 5 Gramm
Voraussetzung Einäscherung Haare müssen vor der Bestattung gesichert werden
Mehrere Diamanten möglich ja, je nach verfügbarer Menge ja, je nach verfügbarer Menge

Wovon Größe und Herstellungsdauer abhängen

Wie groß der Diamant wird, hängt nicht von der Menge der Asche ab, sondern davon, wie lange er im Labor wächst. Ein größerer Stein braucht deshalb mehr Zeit und kostet mehr. Üblich sind Größen von etwa 0,25 Karat bis über ein Karat. Auch der Schliff und eine Fassung als Schmuckstück verlängern die Herstellung. Wer zu einem bestimmten Datum ein Erinnerungsstück haben möchte, etwa zum ersten Todestag, sollte das bei der Auftragserteilung angeben.

Was gilt für die Diamantbestattung in Rheinland-Pfalz und anderen Bundesländern?

In Rheinland-Pfalz ist ein Erinnerungsstück aus einem Teil der Asche seit Herbst 2025 ausdrücklich erlaubt, wenn die verstorbene Person das schriftlich verfügt hat. Die übrige Asche muss dort auf einem Friedhof beigesetzt werden, außer die Verfügung legt etwas anderes fest. In vielen anderen Bundesländern ist die Lage weniger klar geregelt. Die Diamanten werden in der Regel bei Herstellern im Ausland gefertigt, etwa in der Schweiz oder in den Niederlanden. Wer einen Erinnerungsdiamanten wünscht, hält das am besten schriftlich fest.

Häufige Fragen zur Diamantbestattung

  • Was kostet eine Diamantbestattung?

    Der Preis hängt vor allem von der Größe des Diamanten ab, außerdem von Schliff und Fassung und von der Beisetzung der restlichen Asche. Weil die Größe die Herstellungszeit bestimmt, steigen die Kosten mit jedem Karat deutlich. Gern stellen wir Ihnen die Möglichkeiten im Gespräch unter +49 2632 7382280 zusammen.

  • Ist ein Erinnerungsdiamant ein echter Diamant?

    Ja, ein Erinnerungsdiamant ist ein im Labor gewachsener Diamant aus Kohlenstoff. Er hat dieselbe Kristallstruktur wie ein Diamant aus der Erde. Er ist synthetisch, weil er unter künstlich erzeugtem Druck und künstlicher Hitze entsteht und nicht über Jahrtausende im Erdinneren. Der Kohlenstoff dafür stammt aus der Asche der verstorbenen Person.

  • Können mehrere Angehörige einen eigenen Diamanten bekommen?

    Ja, das ist möglich, solange genug Asche oder Haare vorhanden sind. Bei bis zu vier Kilogramm Asche reicht die Menge in der Regel für mehrere Steine. Viele Familien wählen das, wenn Kinder an verschiedenen Orten leben und jedes ein eigenes Erinnerungsstück haben möchte.

  • Wo wird die restliche Asche beigesetzt?

    Für die restliche Asche stehen alle Formen der Urnenbeisetzung offen, zum Beispiel ein Urnengrab, ein Bestattungswald oder die Seebestattung. Diese Entscheidung können Sie unabhängig vom Diamanten treffen. Ein Teil der Asche kann auch für einen Erinnerungsbaum verwendet werden.

  • Wie lange muss man auf den Diamanten warten?

    Von der Einäscherung bis zur Übergabe vergehen je nach Hersteller und Größe einige Wochen bis etwa ein Jahr. Kleine, ungefasste Steine sind meist schneller fertig als große Diamanten mit Fassung. Die Beisetzung der restlichen Asche muss darauf nicht warten, sie kann schon vorher stattfinden.

Ein Erinnerungsdiamant wirft Fragen auf, von der Größe bis zur Rechtslage in Ihrem Bundesland. Im kostenlosen Beratungsgespräch beantworten wir sie in Ruhe.